Kleinste Temperaturschwankungen im Wassermantelbad führen zu Farbverschiebungen

Ist es möglich, das Wassermantelbad während des Entwicklungsprozesses konstant auf 38° stabil zu halten?

Über Ostern hatte ich mal wieder das Bedürfnis meine Anfang des Jahres gemachten Negativ Planfilme zu entwickeln. Das lange Wochenende ist gut dafür geeignet und ich stieg ab in meinen Keller um nach zuschauen, welche Vorarbeiten zu tätigen sind z.B. alten Fixierer und Entwickler zu überprüfen und Mensuren und Prozessoren zu säubern.

Als erstes maß ich die Raumtemperatur und kam auf 14 °C :(. Im Sommer habe ich in diesen Räumen eine durchschnittliche Temperatur von 20 °C, das ist optimal für die SW-Entwicklung, aber dieses mal sollte es C-41 und E-6 Entwicklung werden, also eine Farbentwicklung bei der die Temperaturen des Mantelbades und der Chemikalien konstant auf 38 °C gebracht werden müssen, denn kleinste Temperaturschwankungen führen zu Farbverschiebungen.

Ich besitze einen Entwicklungsprozessor mit Hebelift und somit sollte es eigentlich keine Probleme geben das Wassermantelbad und die Chemikalien auf besagte 38 °C zu erwärmen und konstant zu halten.

Entwicklungsprozessor Wassermantelbad

Foto zeigt Entwicklungsprozessor im Styropor-Bett Prototyp zur Stabilisierung des Wassermantelbad

Den ersten Testlauf machte ich mit Wasser. Dazu befüllte ich alle Mensuren und die 0,5 l Wasserbehälter mit Wasser und stellte sie in das Mantelbad des Entwicklungsprozessors. Zusätzlich habe ich eine kleine Aquariumpumpe (Umwälzpumpe) hinten unten rechts angebracht um eine gute Wasserzirkulation zu erreichen, denn die Unterschiede der Temperaturen innerhalb des Mantelbades können bei einer ungünstigen Umgebungstemperatur wie in meinem Fall von 14 °C bis zu 4 °C betragen.

Das Wassermantelbad hatte nun eine Temperatur von 38 °C gemessen direkt neben der Entwicklungsdose. Zu diesem Zeitpunkt habe ich die Entwicklungsdose über einen Wahlschalter am Entwicklungsprozessor zur Rotation gebracht Stufe 1. Empfohlen wird eine Vorwässerungszeit von 5 Minuten, damit sich die Temperatur im inneren der Dose und somit auch für den zu entwickelnden Film anpassen kann.

Innerhalb dieser 5 Minuten überprüfte ich stets die Temperaturen der Mensuren und des Mantelbades auf besagte 38 °C. Nach Ablauf der Zeit startete ich meine Stoppuhr und füllte aus der ersten Mensur das 38 °C warme Wasser über den Lift in die Entwicklungsdose und lies das Wasser 3:15 Minuten in der Dose darin rotieren. Das Schöne an einem Entwicklungsprozessor mit Hebelift ist es, dass man die Entwicklungsdose während des Prozesses nicht abnehmen muss und man die Flüssigkeiten in der Entwicklungsdose mit dem Hebelift über einen Schlauch leert und über einen Einlass die Flüssigkeiten einfüllt.

Das tat ich dann nach 3:15 Minuten und kippte das Wasser wieder zurück in die Mensur, wobei gleichzeitig das Präzisionsthermometer zum überprüfen der Temperatur in der Mensur lag. Die Mensur war noch nicht ganz voll, da sah ich schon den großen Temperaturunterschied auf meinem Thermometer. Er zeigte 33,6 °C an, was ein Unterschied von fast 5 °C bedeutet.

Was hatte ich falsch gemacht, bzw. was hätte ich besser machen können?

Der Unterschied von Raumtemperatur zum Wassermantelbad ist einfach zu groß.

Was liegt da näher sich an Haus Neubauten zu orientieren und den Entwicklungsprozessor mit Styropor zu isolieren?

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